Unterlassene Hilfeleistung, aber die Hoffnung stirbt zuletzt !

Nun haben wir in Europa Corona Epidemie und Deutschland spielt mit unter den Top 3 der Infizierten (Stand bei verfassen des Artikels). Warum agiert unser Staat die letzten Tagen so zögerlich und wartet auf Taten aus dem Ausland, um dann Tage später fast im gleichen Rahmen zu agieren. Als Parameter dürfe die Zahl der Infizierten nicht taugen, denn hier liegt nur noch China und Italien vor uns.

Nicht nur die Zahl der Infizierten, sondern auch die wirtschaftlichen Schäden potenzieren sich mit jedem versäumten Tag. Es scheint man wartet immer erst, bis die Bevölkerung bereit ist, den nächsten Schritt mit zu tragen. Dieses Kalkül ist in jenen Zeiten tödlich und zeugt von unterlassener Hilfeleistung. Am letzten Wochenende wäre es dringend notwendig gewesen, den erst jetzt beschlossenen „massiven Einschnitt in den Alltag“ durchzusetzen. Auch hierzu muss man kein Prophet sein um zu wissen, dass diese Einschnitte in den nächsten Zeit erweitert werden. Warum soll das Risiko der Ansteckung im Baumarkt und beim Friseur kleiner sein als im Modegeschäft. Setzt die Übertragung des Erregers in Gaststätten nach 18 Uhr aus ? Am Ende wird’s die Quarantäne sein warum nicht sofort ?

 

Sobald diese Epidemie einigermaßen im Griff ist, werden sich die wirtschaftlichen Schäden schmerzlich bemerkbar machen.

Gebetsmühlenartig wiederholt Bundeswirtschaftsminister Altmaier seine These „Kein Arbeitsplatz fällt wegen Corona weg“. Dieser Satz erinnert mich irgendwie an die Aussage von Norbert Blüm „die Renten sind sicher“. Diese Augenwischerei führt unweigerlich zur Politikverdrossenheit und wird zeitversetzt wieder die Ränder stärken. Denn oft wird vergessen, dass ein Arbeitsplatz nicht nur von Arbeitnehmer besetzt wird, hier gibt es auch Arbeitgeber. Die allgemeine Wertschätzung für unsere Branche, brachte gestern dann auch noch Frau Klöckner mit der Aussage „Gastro-Personal könnte auf den Feldern aushelfen“ auf den Punkt. Warum wird nur unsere Branche angesprochen? Weil wir und unsere Mitarbeiter nachweißlich gute Arbeiter und Steuerzahler sind, Frau Klöckner ?

Bezüglich der Betriebsschließungen gibt es kaum einen Versicherungsschutz, da neuartige Covid-19 nicht gelistet wurde. Selbst die wenigen glücklichen die einen umfänglichen Versicherungsschutz haben, da diese Klausel nicht Bestandteil dieses Vertrages war, sind jetzt von der Scheibchen Politik betroffen. Denn die Hotel- und Gaststättenbetriebe sind nicht vollumfänglich geschlossen, somit wird dies in den Augen mancher Versicherer nicht als Betriebsschließung anerkannt.

Das Kurzarbeitergeld bewahrt sicherlich die Arbeitnehmer vor einer kurzfristigen Entlassung, was für einen Moment für etwas Entspannung sorgen wird. Selbständige, Freiberufler, Künstler und Geschäftsführer schauen derweilen in die Röhre, wird im Volksmund lapidar auch als „unternehmerischen Risiko“ abgegolten.

Nun es gibt ja Bürgschaften und Kredite mit lukrative Zinsen bis zu 7%.

Die großzügig in Aussicht gestellten Bürgschaften dienen wohl eher einem Bankenrettungsschirm für etwaige Kreditausfälle. Obendrauf gibt es ja noch die Steuerstundung für bereits erwirtschaftete Steuern. Da bei uns der Mittelstand weltweit unter den Top 2 der Steuerzahler ist, bleibt dabei unbeachtet. Gerade das einsparen von überzogenen Steuern wären für den Mittelstand eine gute Möglichkeit gewesen, Reserven für Krisenzeiten zu bilden. Nebenbei sind wir noch Vizeweltmeister in Sachen Energiekosten.

 

Sobald die Rede vom verminderten Steuersatz für die Gastronomie ist, wird Herr Scholz nicht Müde dies kategorisch auszuschließen. Obwohl dies im benachbarten EU-Staaten üblich ist. Das nächste Paket soll nun die Miete für Krisenbetriebe deckeln, bitte bedenken Sie, es gibt nicht nur Mietverhältnisse. Im gleichen Maß gibt es auch Grundstückseigentum was verpflichtet und erhebliche Kosten verursacht.

Herr Altmaier und Herr Scholz vergessen sie nicht die Selbständigen in diesem Land in welcher Unternehmensform auch immer, es wird Ihnen sonst hart auf die Füsse fallen. Ob sich nach dieser Krise viele in die Selbständigkeit begeben, wage ich zu bezweifeln.

 

Und liebe Medien, schaut nicht immer mit Zeigefinger aufs Ausland, es macht vieles besser als Ihr glaubt. Es wäre auch mal die Zeit den Mittelständler und Kleinunternehmen in diesem Land eine Stimme zu geben. Ohne diese Wirtschaftskraft wird es euch schwerfallen über Klimaschutz und Aufnahme von Flüchtlingen zu debattieren. Bedenkt, die großen Firmen dieser Welt zahlen bekanntermaßen oftmals ihre Steuern nicht in diesem Land. Ironischerweise explodieren jetzt die Umsätze bei Amazon, eben auch ein Steuersparmodel.

Hört und stärkt den Mittelstand und die Kleinbetriebe Sie sind das Rückgrat dieser Gesellschaft.

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